Jetzt mit Heuschnupfen-Therapie beginnen

Menschen mit Heuschnupfen können auch jetzt noch mit einer Hyposensibilisierung oder Immuntherapie starten. "Die Therapie sollte mindestens zwei, besser aber drei bis vier Monate vor Einsetzen der Gräserpollen-Flugsaison begonnen werden", rät Michael Barczok vom Bundesverband der Pneumologen (BDP) in Heidenheim und Pneumologe am Lungenzentrum in Ulm.

Dabei gibt es zwei Therapieformen: Die Allergene werden entweder mit Spritzen verabreicht oder in Form von Tropfen oder Tabletten eingenommen. "Ziel der Therapie ist es, eine Toleranz gegenüber denjenigen Stoffen aufzubauen, auf die Allergiker überempfindlich reagieren", erklärt Barczok. Dabei hätten die Tabletten, die seit 2006 in Deutschland angeboten werden, einige Vorteile. Sie können im Gegensatz zu den Spritzen von den Allergikern selbst eingenommen werden und müssen auch nicht gekühlt werden wie die Tropfen.

Wird eine Pollenallergie nicht behandelt, kann sie zu allergischem Asthma mit chronischen Atembeschwerden führen, warnt Barczok. Das sei bei etwa 40 Prozent der Betroffenen innerhalb von 10 bis 15 Jahren der Fall. Dabei könnten sich die Symptome noch verstärken und Allergien gegen andere Allergene entwickeln.

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